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Erfindungen & Entdeckungen: Bleistift
Über den genauen Erfinder des Bleistiftes herrscht Uneinigkeit. So sind unter anderem die Schweiz, Österreich und Frankreich zu nennen, die den Anspruch erheben, dass die Erfindung des Bleistiftes auf einen Landsmann des jeweiligen Landes zurückzuführen ist. Es besteht jedoch in der Wissenschaft auch die Annahme, dass der Bleistift bzw. ein Vorgängermodell des heutigen Bleistiftes bereits von den alten Ägyptern verwendet wurde. Im alten Ägypten sollen Gelehrte schon vor etwa 5.000 Jahren ein Schreibwerkzeug aus Schilfrohr, Bambusrohr oder Papyrusrohr und flüssigem Blei hergestellt und verwendet haben.

Die Erfindung eines Bleistiftes auf Grafit-Basis soll auf den Naturforscher Conrad Gesner (1516-1565) aus der Schweiz zurückzuführen sein. Basierend auf diesem Bleistift soll der aus Österreich stammende Josef Hardtmuth (1752-1816) im Jahr 1790 eine Mischung aus Grafit und Ton hergestellt und zu Minen gebrannt haben, um die Herstellungskosten des Bleistiftes zu reduzieren, da Grafit sehr teuer war. Allerdings wird dieser Akt der Weiterentwicklung des Bleistifts ebenfalls dem Franzosen Nicolas Jacques Conté (1755-1805) zugeschrieben.

Heutzutage werden Bleistifte in vielen verschiedenen Formen, Qualitäten und Härtegraden angeboten. Die Bandbreite bei den Härtegraden reicht von sehr weich (9B) über die Bleistifte für den Normalgebrauch in H, HB oder B bishin zu sehr harten Bleistiften (9H). Die sehr weichen Bleistifte finden beispielsweise für künstlerische Skizzen oder Studien Verwendung, während die sehr harten Bleistifte in der Lithografie oder für die Erstellung technischer Pläne genutzt werden.